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E I N L E B E N S Z E I C H E N I N
K L E I N A U F L A G E
„Wir haben eine Mitarbeiterzeitschrift und
möchten diese gerne auch an die Mitglieder
versenden – können Sie uns da helfen?“,
fragte die Lebenshilfe Graz und Umgebung,
Voitsberg bei Egger & Lerch an. Bisher war
das zwölfseitige Magazin
lebens.zeichen
lediglich an die 650 Mitarbeiter versandt
worden, nun sollten auch die 500 aktiven
Vereinsmitglieder einbezogen werden. Bei
einer Umfrage hatten die Mitarbeiter zudem
die Themen als mäßig relevant und die
Fotos als wenig attraktiv beurteilt – auch
das sollte sich ändern. Egger & Lerch
analysierte die Stärken und Schwächen
des Magazins, adaptierte die Themen auch
in Bezug auf die erweiterte Zielgruppe und
entwarf ein neues Konzept. „Die Herausfor-
derung lag darin, Rhythmus und vielfältige
journalistische Stilformen ins Magazin zu
bringen, spannende und emotionale Storys
zu konzipieren – und zwar so, dass die
Umsetzung durch Laien funktioniert“, sagt
Renate Süß, die für die Neukonzeption
verantwortlich war. Als kostenbewusste
Non-Profit-Organisation will die Lebenshilfe
das Magazin wie bisher selbst texten und
gestalten. Die erste Ausgabe im neuen Look
produzierten die Profis von Egger & Lerch
sozusagen als Vorbild für alle weiteren.
W I C H T I G E
F R A G E N
V O R D E M
S TA R T
!
1) Wen und was will ich
erreichen?
Die wichtigsten Funktionen
von internen Medien sind
Information, Motivation und
Bindung der Mitarbeiter ans
Unternehmen. Oft ist ein
abteilungsübergreifendes
Gemeinschaftsgefühl ein
entscheidendes Motiv. An-
dererseits muss sich nicht
jedes Mitarbeitermedium
an alle Mitarbeiter richten.
In großen Unternehmen
können auch Spezialmedien
zweckmäßig sein – sei es
für den Außendienst, das
Management oder auch die
pensionierten Mitarbeiter.
Zielgruppen und Kommuni-
kationsziele festzuschrei-
ben ist jedenfalls der erste
Schritt zu einer erfolgreichen
internen Kommunikation.
2) Welche Kanäle muss
ich wie bespielen?
Diese Frage steht oft am
Anfang aller Überlegungen
– leider. „Wir werden immer
wieder von Kunden nach
neuen, digitalen Wegen
gefragt – entweder weil
man im Vergleich zu Print
Kosten sparen will oder
weil man glaubt, digital sei
heutzutage State of the
Art. Das ist der verkehrte
Ansatz. Die richtigen Kanäle
werden erst dann klar, wenn
ich weiß, was ich wem wie
sagen möchte“, weiß Markus
Vock, Digitalchef bei Egger
& Lerch. Das gedruckte
Magazin ist beispielswei-
se denkbar ungeeignet,
wenn es um brandaktuellen
Informationsaustausch oder
Interaktivität geht. Der Dia-
log lebt in sozialen Medien
oder in Blogs mit Kommen-
tarfunktion. Das Magazin
dagegen ist ideal, wenn
es um Hintergründe und
Vertiefendes geht – oder um
Wertschätzung und Emoti-
on. Der Trend bei Print geht
eindeutig zu Hochwertigkeit:
Großzügige, professionell
fotografierte Fotostrecken,
die Geschichten erzählen,
oder Druckveredelungen wie
Lack oder feines Papier sind
heute nicht mehr nur den
Kundenmagazinen vorbe-
halten.
3) Welche Storys fesseln?
Sind die Kanäle ausgewählt
und mit Funktionen belegt,
braucht es Themen. Die in-
haltliche Koordination bleibt
dabei in der Hand der Kom-
munikationsabteilung oder
eines externen CP-Partners.
Die Themen aber, die sollten
aus allen Ecken und Enden
eines Unternehmens kom-
men. Nur so wirkt ein Mitar-
beitermagazin authentisch:
Da wird ein junger aufstre-
bender Lehrling vor den Vor-
hang geholt, ein Techniker
steht im Word-Rap Rede und
Antwort oder der Vorstand
stellt sich auch mal unbe-
quemen Fragen. „Die Sorge
mancher Unternehmen, auf
Dauer nicht genug Inhalte
für Magazin oder Blog zu
finden, hat sich bisher immer
als unbegründet erwiesen“,
so Egger-&-Lerch-Redakti-
onsleiterin Renate Süß. „Vie-
le unserer Magazine sind als
dünnes Heft gestartet und
im Lauf der Jahre auf mehr
als den doppelten Umfang
gewachsen.“
WA S V O R H E R G E K L Ä R T W E R D E N M U S S
Am Anfang eines Konzepts für interne Kommunikation
stehen drei Fragen:
Jetzt
entscheide ich!
DieZeit ist reif fürSelbstbestimmung–
auchbeifinanziellenund rechtlichen
Fragen.Seite6
lebens.fragen:
Partnerschaft,
Beziehung
undSexualität
Seite10
DasMagazin fürFreundInnenundMitarbeiterInnenderLebenshilfeGrazundUmgebung–Voitsberg
Sommer2014
lebens.
zeichen
EineKonditorei
mitVisionen
DasCafé faMoos in
Graz feiertseinen zehnten
Geburtstag.Seite3
EineSchreibwerkstatt
mitFolgen
LiteraturvonMenschen
mitundohneBehinderung
aufderBühne.Seite9
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„Inden
verschiedenen
Familienbekomme
ich immerwieder
interessanteund
schöneneue
Eindrücke.“
AndreaUnger
AngefangenhatallesbeieinerFortbildung zum
Thema„persönlicheAssistenz“.Als ichdorterfuhr,
welcheAufgabeneinFamilienentlastungsdienst
erfüllt,wurdemirklar,dass ichdasmachen
möchte.ZudiesemZeitpunkt leitete icheine
Hauswirtschaftsgruppe ineinerWerkstätte. In
meinerGruppebetreute icheinensehrnetten
Kunden,dessenMutterdasBedürfnishatte,ein
malamWochenendeoderAbendeineBetreuung
für ihrenSohn zubekommen. Ichsahesdamals
alsChance,michbeiderLebenshilfe zubewer
benunddiesen jungenMannüberdieFamilien
entlastungweiter
zubegleiten.Ja,daswarmein
Einstiegvor zehnJahren,den ichbisheutenicht
bereuthabe.
MeineTätigkeitmache ichnachwievorsehr
gerne,dadie1:1Betreuungeinen individuellen
Zugang zumKundenermöglicht. Indenverschie
denenFamilienbekomme ich immerwieder
interessanteundschöneneueEindrücke.
AndreaUngerhat zu ihrem50.GeburtstageineneueAufgabeübernommen:
Zusätzlich zu ihremJobalsFamilienentlasterinschaukeltsieseitdemFrühjahrdie
Sommerbetreuung.Hiererzähltsie,wiesie zurLebenshilfegekommen istundwarum
siedieArbeitnach zehnJahrennoch immerbegeistert.
lebens.arbeit
DurchmeineberufsbegleitendeAusbildung
zumDiplomSozialbetreuerB/Bundweiteren
Fortbildungen istesmirgelungen,meinWissen,
neue IdeenundVeränderungen indieFamilien
zubringen.Sokann ichauchnach zehnJahren
nochbeieinundderselbenFamilieLebendigkeit
undFreude indieBetreuungmitbringen!
◆
VonLangeweile
keineSpur
3persönliche
fragen.
AndreaUnger:
Ich lesederzeit…
„DasEchoderSchuld“
vonCharlotteLink.
DasWichtigste in
meinemLeben ist…
meineFamilie.
AlsKindwollte ich
…
immeraufeinen
Bauernhof.
info.
Sommerbetreuung fürKinderund
Jugendliche
inGraz,Voitsbergund
Deutschlandsberg:0676847155511,
www.lebenshilfeguv.atAuchheuerbietet
dieLebenshilfeeine
Sommerbetreuung für
KinderundJugendliche
an.AndreaUnger istdie
neueKoordinatorin.
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SportlicheLebenshilfe:
21Mitarbeiterinnenund
Mitarbeiterzeigtensich
am19.Maibeim
Grazer
Businesslauf
von ihrer
sportlichenSeite.Esgalt
in3er-TeamseineStrecke
von4,1kmsoschnellwie
möglichzubewältigen.
DerschnellsteLebenshilfe-
LäuferwarmiteinerZeit
von17:31MinutenRichard
HerbstvomWohnhaus
Casalgasse.
lebens.gemeinschaft
Ferien inderSüdsteiermark
machten
AnfangMaidreiKundInnender
TagesförderstätteNiesenberger-
gassemit ihrenBegleiterInnen.Zum
abwechslungsreichenProgramm
gehörteeinBesuch inderTherme
BadRadkersburg,dienurzwei
Minutenvonder frisch renovierten
UnterkunftderLebenshilfe
Radkersburgentfernt ist.
UnterdemMotto
„Lebensfreude“zeigten
16steirischeKünstle-
rinnenundKünstler
ihreWerke imRahmen
des
Aprilfestivalsvon
„Kunstost“
imSchloss-
hofund inSälendes
SchlossesFreiberg in
LudersdorfbeiGleisdorf.
Randkunst-Bildervon
MaxNemeczek,Thomas
UlrychundMoritz
Mittelbachwarendabei
sowiezweiObjektedes
TextilateliersAnzengruber.
AuftaktderAusstellung
wareinestimmungs-
volleVernissagemit
Tanz,Trommelwirbelund
zGesangvonKünstle-
rInnenausNigeriaund
MusikvonderGruppe
Campfire.
EinbunterHaufen„ge-
standenerMütter’’ trifft
sichseitzehnJahren
regelmäßigzumgemein-
samenFrühstück.Viele
derzwölfFrauenkennen
sichseit fast30Jahren
ausverschiedenenEltern-
gruppenderLebenshilfe.
ImCafé faMoos, im
Odiliencaféoderprivat
werdenErfahrungen
ausgetauschtundderge-
meinsame jährlicheAus-
fluggeplant.Zuletzteine
Musikreisezusammen
mit ihrenAngehörigen
nachPorecˇ
. Infoszur
Frühstücksrunde:
sabine.prosser@gmx.at100Ausstellerund
1000 Ideen fürSport,
RehaundPflege:
15KundInnenund
BegleiterInnenderTFS
Rosenhainbesuchten
imMaidie
Fachmesse
integra
inWels.
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