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Fast die Hälfte aller Unternehmen nutzt schon jetzt soziale

Netzwerke für die inhaltliche Kommunikation, jedes fünfte

hat bereits einen Corporate Blog.

Längst ist nicht mehr zu übersehen, dass sich das Kom-

munikationsverhalten und vor allem auch die Endgeräte-

Nutzung nicht zuletzt durch die sozialen Medien radikal

verändert haben. Auch Kommunikationsprofis haben diesen

Wandel persönlich vollzogen. So schildert Uwe Knaus, ver-

antwortlich für Corporate Blogging & Social Media Strategy

bei der Daimler AG in Stuttgart, auf die Frage, ob er immer

schon ein Verfechter des digitalen Lifestyles war: „Nein,

absolut nicht! Bis 1999 war ich klassischer Mediennutzer:

Tageszeitung abonniert, Fernsehen geschaut und ab und zu

online gewesen. Dann habe ich angefangen, mir Relevantes

aus dem Netz via RSS-Feed zu abonnieren, und anschlie-

ßend festgestellt: Die Tageszeitung brauche ich nicht mehr.“

(Lesen Sie dazu auch das Interview mit Uwe Knaus zum

Thema Corporate Blogs auf Seite 24).

Doch selbst wenn alle von Crossmedia reden – wer wirklich

dorthin will, muss einige Kreuzungen überqueren. Davon

kann auch Andrea Höbarth, Agenturleiterin der Wiener Cor-

porate-Publishing-Agentur Egger & Lerch, ein Lied singen:

„Wir bekommen immer wieder vage Anfragen für ein ‚digita-

les Magazin‘, ohne genaue Vorstellung, wozu es dienen soll.“

Sie betont, wie wichtig es ist, dass Unternehmen mit Unter-

stützung von erfahrenen Agenturen als ersten Schritt ein

Konzept entwickeln, welches Medium welche Aufgaben bzw.

Kommunikationsziele erfüllen soll. Unternehmen, die bisher

B E S T

P R A C T I C E

!

A U T O Z U L I E F E R E R

A U F A L L E N K A N Ä L E N

Ein Beispiel für besonders erfolgreiche

Crossmedia-Arbeit liefert der deutsche

Automobilzulieferer ZF Friedrichs­

hafen. Dort ist Hoffmann und Campe

Corporate Publishing für Konzept und

Umsetzung des Unternehmensmaga-

zins

drive

, die dazugehörige drive-App

sowie die Mitarbeiterzeitung

we>move

und das ZF-Magazin Online verantwort-

lich. „Alle vier Produkte sind inhaltlich

miteinander vernetzt, funktionieren

aber ebenso gut allein“, beschreibt

Agenturchef Christian Breid das

Konzept. Das Magazin

drive

spiegelt

Themen und Produkte aus der ZF-Welt

wider und spricht dabei verschiedenste

Zielgruppen an. Die App bietet dem

Nutzer zusätzlich interaktive Features

und exklusives Material.

we>move

kommuniziert in acht Sprachen die

wichtigsten Themen des Unternehmens

einheitlich an alle Mitarbeiter weltweit.

Das ZF-Magazin Online bezieht sich

auf alle drei zuvor genannten Medien,

nimmt deren Inhalte auf und denkt sie

weiter. Dieses Crossmedia-Konzept

wurde heuer als „Best of Corporate

Publishing“ mit Gold ausgezeichnet.

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