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I N F O G R A F I K

rausforderung sei es, auf diese immer

größere Vielfalt mit Sinn und Verstand

zu reagieren und kanalübergreifend

visuelle Kommunikation zu entwickeln,

die nicht nur schön anzusehen ist,

sondern die auch einen Zweck erfüllt.

Und der kann je nach Absender und

Kommunikationsziel recht unterschied-

lich sein.

I N F O R M AT I O N V O R G E S TA LT U N G

„Eine gute Infografik muss eben genau

jenen Zusatznutzen vermitteln, den

zum Beispiel eine „normale“ Text-Bild-

Lösung nicht oder nicht so gut vermit-

teln kann“, betont Marin Distl, „daher

ist nicht die optisch ansprechende

Darstellung der Ausgangspunkt,

5 T I P P S F Ü R B E S S E R E

I N F O G R A F I K E N :

1 . F I N D E D I E R I C H T I G E G E S C H I C H T E

Eine gute Infografik ist keine Ansamm-

lung von Daten, sondern erzählt eine

gute und verständliche Geschichte.

2 . V E RW E N D E N U R H I L F R E I C H E U N D

I N F O R M AT I V E D AT E N

Nicht alle Daten sind für Infografiken

geeignet. Filtern Sie jene Daten heraus,

die für Leser der Geschichte tatsäch-

lich hilfreich und verständlich sind.

3 . D AT E N D Ü R F E N S C H Ö N S E I N

Wenn Sie eine Infografik machen bzw.

in Auftrag geben und den Entwurf

bekommen, treten Sie einen Schritt

zurück und schauen sich das Gesamt-

bild an. Ist es auch, ohne die Daten zu

lesen, schön? Spricht es Sie an? Wenn

nicht, gibt es noch Verbesserungs­

möglichkeiten.

4 . K E E P I T S I M P L E

Vermeiden Sie die Vermischung von

zu vielen Stilelementen. Eine klare

optische Linie, die nicht zu viele Fonts

und Farbelemente vermischt, hilft der

Verständlichkeit und Lesbarkeit.

5 . G R Ö S S E U N D I N H A LT M U S S D E M

M E D I U M A N G E PA S S T S E I N

Infografiken in Social Media müssen an-

ders aussehen als in Printmedien. Nur

so werden sie auch richtig konsumiert.

Differenzieren Sie je nach Medium.

sondern zuallererst die redaktionel-

le Aufbereitung und das Wissen zu

dem entsprechendem Thema.“ Katrin

Seidel, Chefredakteurin und Projekt-

managerin der Styria Content Crea-

tion, weiß aus Erfahrung, worauf es

ankommt: So sei neben dem detail-

lierten Briefing sowohl von Auftragge-

berseite als auch intern vor allem eine

lückenlose Kommunikation zwischen

allen Beteiligten entscheidend für das

Ergebnis. Eine klare Definition von

Zusatzcontent und Mehrwert erspare

aufwändige „Ehrenrunden“. Damit alle

Rädchen ineinandergreifen, müsse

gerade der Illustrator den inhaltlichen

Ansatz verstehen und damit arbeiten

können.

Hier hat Starmühler Content

Marketing für das Kunden­

magazin des Wiener Steak- und

Burger-Gastronomen Flatschers

die Essrichtung Paleo anschaulich

gemacht. Christine Starmühler:

„Infografiken haben sich vom

unbeliebten Stiefmütterchen zum

Blickfang entwickelt. Originelle

Gestaltung lädt zum Hinschauen

ein. Man ist dankbar, wenn man

nicht lange lesen muss, sondern

Zusammenhänge oder Prozesse

schnell über Bilder erfassen

kann.“

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