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F O R U M C O R P O R AT E P U B L I S H I N G
C O R P O R AT E
P U B L I S H I N G : E I N E
G E S C H I C H T E
i
Wenn alljährlich die „Best-of-Corporate-
Publishing“-Awards ausgeschrieben
werden, rittern mehr als 700 digitale
und gedruckte Publikationen um die
Ehre, zu den besten Unternehmens-
medien Europas zu gehören. Aus der
grassierenden Award-Flut sticht diese
Auszeichnung vor allem durch das auf-
wändige Jurierungsverfahren hervor:
Mehr als 100 unabhängige Experten
begutachten während drei Tagen die
Einreichungen.
Dieser Aufwand ist charakteristisch für
den Veranstalter des größten Bran-
chenwettbewerbs des Kontinents, das
Forum Corporate Publishing (FCP). In
diesem Verband sind mehr als 100
CP-Dienstleister aus Deutschland,
Österreich und der Schweiz organisiert.
„Wir sehen uns als Qualitätstreiber“,
erklärt FCP-Geschäftsführer Michael
Höflich, „und daher legen wir auch
beim BCP größten Wert darauf, dass
nicht nur oberflächlich bewertet wird.“
A U S G E WÄ H LT E M I T G L I E D E R
Der begehrte Award ist wohl die wich-
tigste Aktivität des FCP, um die Quali-
tätslatte in der Branche laufend nach
oben zu hieven – aber nicht die einzige.
Strenge Maßstäbe gelten bereits bei
der Aufnahme neuer Mitglieder. „Nur
Agenturen und Verlage, die ihr Ge-
schäft mit der Produktion journalistisch
anspruchsvoller Unternehmensmedien
machen, können FCP-Mitglied werden“,
erklärt Christine Starmühler, Vorstand
des FCP Österreich, „potenzielle Auf-
traggeber haben also die Gewissheit,
dass sie auf kompetente Partner sto-
ßen, wenn sie mit einem FCP-Mitglied
zusammenarbeiten.“
Um die steigenden Ansprüche der
Kunden abzudecken, können die
Treiber der Qualität
Viele Unternehmensmedien kommen heute professioneller daher als so manches
Kioskmagazin. Das liegt an den steigenden Ansprüchen der Auftraggeber,
aber auch am gesunden Wettbewerb unter den Dienstleistern – und einem
Branchenverband, der diesen fördert.
Von Klaus Lerch
Straße der Sieger: Die
ausgewählten Gewinner
des CP-Awards
W I E A U S E I N E M K U N S T WO R T
E I N E
B R A N C H E WU R D E
Als das „Forum Corporate Publishing“
vor 15 Jahren gegründet wurde, gab
es in Deutschland, Österreich und der
Schweiz noch kaum Spezialisten für
Unternehmenspublikationen – und
schon gar kein knackiges Buzzword für
das, was diese Agenturen und Verlage
so trieben.
Kein Problem für Manfred Hasenbeck,
den charismatischen Initiator des FCP:
In Anlehnung an „Corporate Design“
entwickelte er den Begriff „Corporate
Publishing“ (CP). Vor 15 Jahren ging es
vor allem um Printmedien für Unter-
nehmen. Die spielen noch immer eine
bedeutende Rolle, aber die CP-Dienst-
leister haben heute wesentlich mehr
zu bieten. Das FCP definiert Corporate
Publishing als „Unternehmens-, Mar-
keting- und Vertriebskommunikation
mit relevanten redaktionellen Inhalten“.
Stand früher die reine Kundenbindung
im Vordergrund, spricht CP heute auch
potenzielle Neukunden und Mitarbeiter
von Unternehmen an – und das selbst-
verständlich crossmedial.
FCP-Mitglieder auch auf ein breites
Seminarprogramm zurückgreifen. Tou-
ren zu CP-Kollegen im Ausland geben
frühzeitig Hinweise auf neue Trends,
regelmäßige Studien zum CP-Markt
liefern die Basis für strategische Ent-
scheidungen.
B L I C K E Ü B E R D I E G R E N Z E N
In Deutschland sind so gut wie alle
wichtigen CP-Anbieter im FCP organi-
siert, darunter etwa KircherBurkhardt
sowie die CP-Töchter von Burda,
Gruner & Jahr, Handelsblatt, Hoffmann
& Campe und ZEIT. In Österreich sind
derzeit neun Agenturen und Verlage
dabei (siehe Seite 2/3). Sie werden
von Christine Starmühler im Vorstand
vertreten. „Sich mit Kollegen aus den
Nachbarländern auszutauschen, ist
sehr befruchtend“, freut sich Starmüh-
ler, „so können die FCP-Mitglieder ihre
Kunden zu Hause immer wieder mit
neuen Ideen überraschen.“ ¶
www.forum-corporate-publishing.de www.bcp-award.com




