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C P N E WS
4.000 Teilnehmer, 200 Referenten,
57 Nationalitäten – vier Tage war das
amerikanische Cleveland Schau-, Hör-
und Lernplatz der „Content Marketing
World 2016“, gemeinsam mit dem
„Best of Content Marketing Kon-
gress“ in Deutschland der wichtigste
Trend-Marktplatz der Branche. Eines
der beherrschenden Themen: Native
Advertising. „Native Advertising wird in
den USA als Teil einer konsequenten
Content-Marketing-Strategie für den
Bereich paid media gesehen, ange-
passt an das jeweilige Umfeld, aber
mit einem klaren Absender und einer
klaren Markenbotschaft“, sagt Erich
Schönberg, Managing Director Cont-
ent Marketing & Corporate Editing bei
der Verlagsgruppe News, der vor Ort
dabei war.
Welchen Stellenwert Content Marke-
ting in den USA bereits hat, beweist
John von Brachel von der Bank of
America. Dessen Visitenkarte weist ihn
aus als „Senior Vice President Content
Marketing Executive“ – sichtbarer
Beleg dafür, dass Content Marketing
in den Chefetagen angekommen ist.
Von Brachels Tipp für erfolgreiches
Content Marketing: „Think as a pub-
lisher.“ Wichtiger Nachsatz: „Content
UNT ERNEHMEN WERDEN B LOGGER
Immer mehr Unternehmen setzten auf Corporate Blogs,
um mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Allein in den
letzten vier Jahren stieg laut der „Social Media Studie 2016“
von Adenion der Anteil der Firmen, die Unternehmens-Blogs
nutzen, von knapp 20 auf 62 Prozent. Blogs verlangen
laufend neue Inhalte, um interessant zu bleiben, deshalb
veröffentlichen 92 Prozent der Unternehmen durchschnittlich
ein bis fünf Artikel pro Woche in ihren Corporate Blogs. Aber
welche Inhalte erwarten Leser eines Corporate Blogs? Laut
einer Studie von Karrierebibel (2014) wünschen 44 Prozent
der Leser Brancheninformationen, 34 Prozent Case-Studies
und Berichte über Erfahrungen anderer Unternehmen und
18 Prozent lesen gerne Praxistipps und Tricks.
I MM E R W I E D E R I N D E N
K R E I S L A U F
Europa recycelt 72 Prozent seines
Papiers. Zwischen 2005 und 2015 wuchs
die Waldfläche in Europa um die Größe
des Staatsgebiets der Schweiz. Der
alte Kontinent ist damit Weltmeister
im Papierrecycling, auch dieses Maga-
zin ist auf Recycling-Papier gedruckt.
58 Millionen Tonnen Altpapier werden
von Haushalten, Handel, Büros und der
Industrie gesammelt. Für die Industrie
sind recycelte Fasern eine unverzichtbare
Quelle für Rohstoffe. Allerdings nicht
unbegrenzt: Eine Holzfaser kann bis zu
sechsmal wiederverwendet werden, bis
sie brüchig wird.
Marketing has nothing to do with
campaigning, it’s a commitment.“ Was
nichts anderes bedeutet als ein Plädo-
yer für eine klar definierte CM-Strate-
gie und journalistische Qualität.
Dass die klassische Werbung wei-
ter an Boden verliert, darüber waren
sich alle Diskutanten einig. Die
„Push“-Mentalität der Werbung führt
vor allem bei der jungen Zielgruppe zu
einer Ad-Blocker-Mentalität. Aufdring-
liche Werbebotschaften werden dabei
nicht nur technisch ausgeblendet,
sondern auch im Kopf. „Stattdessen
suchen Konsumenten gezielt nach
Informationen, die ihnen helfen,
Probleme zu lösen“, weiß Schönberg,
„wenn Marken und deren Geschichten
Orientierungshilfe in einer komplexer
werdenden Informationsgesellschaft
werden, setzt der gewünschte ,Pull‘-Ef-
fekt ein.“ Das Fazit von Cleveland: Klas-
sische Werbung wird weiter in Berei-
chen wie Produktlaunches, Fashion
oder Handel eine Rolle spielen, aber
insgesamt werden sich die Spendings
weiter Richtung Content Marketing
verschieben. Erich Schönberg: „Denn
Content Marketing bietet den Kunden
eine höhere Effizienz bei der Ansprache
ihrer spezifischen Zielgruppe.“
„Think like a publisher“
Auf der Leinwand einer der
Top-Speaker beim weltweiten
Branchentreff in den USA:
Joe Pulizzi, Vorreiter des
Content Marketings




