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N P O - M A G A Z I N E

M E H R A L S N U R

S P E N D E N A KQ U I S E

„Ein Spendermagazin dient nicht aus-

schließlich der Spendenakquise, sondern

ist darüber hinaus auch der Return-on-In-

vestment für die Spender“, erklärt

Egger-&-Lerch-Agenturleiterin Andrea

Höbarth, die das Projekt

Caritas & Du

für

die Caritas Österreich seit über zehn Jahren

begleitet. Die Spender erhalten ein hochwer-

tiges Magazin, also Wertschätzung für ihre

gute Tat. Sie bekommen Informationen und

Hilfe bei der emotionalen Aufarbeitung von

Katastrophen und Nöten, für die gesammelt

wird.

Caritas & Du

erscheint fünfmal jährlich in bis

zu neun Mutationen, je nach Bundesland.

Warum einzelne Seiten in den unterschiedli-

chen Bundesländern verschieden aussehen,

erklärt Höbarth so: „Man ist damit näher

am Spender und seiner Region dran. Das

verstärkt die emotionale Bindung und

kommt nicht nur auf der Danke-Seite gut an,

sondern auch, weil regionale Projekte Platz

finden.“

F A C T S :

Kunde: Caritas Österreich

Erscheinung: 5 Mal jährlich

Auflage: 220.000 Exemplare,

bis zu neun Mutationen

Umfang: 8 bis 16 Seiten

Konzept und Umsetzung: Egger & Lerch

H O C HW E R T I G & KO S T E N G Ü N S T I G

Agenturen können NPOs in ihrer Arbeit effizient unterstützen,

gerade auch mit Blick auf knappe Budgets. Erreicht wird

dies durch an die Kundenbedürfnisse angepasste Lösungen,

wie beispielsweise Templates, die von den Organisationen

selbst befüllt werden. Diese Vorgehensweise kann helfen,

die Kosten im Rahmen zu halten. Eine gut organisierte

Zusammenarbeit ist ein weiterer Punkt. Günther Lutschinger:

„Viele Organisationen leisten sich nun auch Inhouse-Profis.

Davon profitiert die Zusammenarbeit mit den Agenturen:

Jedes gemeinsam produzierte Magazin bekommt so noch

mehr Qualität.“ ¶

J A Z U M J A H R E S B E R I C H T

Für NPOs werden Jahres- bzw. Tätigkeitsberichte

immer wichtiger. Günther Lutschinger, Geschäfts-

führer des Fundraising Verbands Österreich,

hofft, dass in Hinkunft möglichst viele Organi-

sationen ihre Aktivitäten darin offenlegen: „Ein

solcher Bericht trägt enorm zur Transparenz bei.

Diese ist man der Öffentlichkeit einfach schuldig,

wenn man Spenden und Förderungen erhält.“

Viele Organisationen sind steuerlich begünstigt

und können dies mit solchen Publikationen

legitimieren. Die wachsende Gruppe der kriti-

schen Spender liest nicht nur Magazine, sondern

auch Jahresberichte genau. Mitglieder, Förder-

stellen und Sponsoren werden ebenso informiert.

Darüber hinaus ergänzen Tätigkeitsberichte die

Pressearbeit.

Es spricht also alles dafür, sie – auch in Kleinauf-

lagen – so professionell wie möglich zu gestalten.

Für NPOs ergibt sich damit ein zusätzlicher

Grund, die Unterstützung von Corporate-Publishing-Agenturen zu suchen.

(C) FVA/Schedl

„Für die Vorstellung von

Spendenprojekten sind Magazine der

optimale Kommunikationskanal.“

Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Österreich

Spenderinfo.August 2015

P.b.b.,ErscheinungsortWien,Verlagspostamt 1170Wien,Nr. 297,August 2015, (02Z032455M),Foto:SebastianPhilipp

Südsudan

Ein ganzes

Land hungert

Nepal

RascheHilfe für

Erdbebenopfer

Jordanien

Nothilfeund

Bildung für

Flüchtlingskinder

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Essen und Medizin

für Flüchtlingskinder

Überlebenshilfe.

250.000Kinder imSüdsudan sind vom

Hungertodbedroht.DieCaritas versorgtKinder in Flüchtlingslagern.

etwa in dieHauptstadt Juba geflohen,

undwohnen nun im Flüchtlingslager.

Lokalaugenschein

Flüchtlingslager Südsudan:

Rund 5.000Menschen leben imCamp,

das Flüchtlingshelferinnen derCaritas

Wien im Juni dieses Jahres besucht

haben. Jedes der Kinder hier leidet

schon zu langeHunger.

Mit 50 Euro sichern Sie einem

Flüchtlingskind Lebensmittel,

Trinkwasser,Medikamente und

den Schulbesuch für einenMonat.

So können Sie helfen!

Kennwort:

Grundversorgung Flüchtlingskinder

Bankverbindung:

IBAN:AT47 2011 1890 8900 0000

BIC:GIBAATWWXXX

Fotos: Sebastian Philipp

2011 hat sich der Südsudan vom nörd-

lichen Teil des Sudans getrennt undwurde

ein eigener Staat. In derGrenzregion und

in denGebieten der großenÖlreserven

tobt seitDezember 2013 einBürgerkrieg.

RivalisierendeClans kämpfen erbittert um

diewertvollenRessourcen.Wegen des

Bürgerkriegs sindmittlerweile zweiMillio-

nenMenschen geflüchtet. 1,5Millionen

davon sind innerhalb des Südsudans,

1,5Millionen

Menschen sind im

Südsudan auf der

Flucht, viele leben in

Flüchtlingslagern.

Jedes dritte Kind

unter fünf Jahren

ist unterernährt.

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August 2015

Ein Schulplatz für

eine bessere Zukunft

Bildung.

In einer neu errichtetenSchule erhaltenKinder eine nahrhafte

Mahlzeit und können auchwährendderRegenzeit unterrichtetwerden.

Die 28-jährige Elizabeth lebt seit zwei

Jahren in einem Flüchtlingslager im

Südsudan. IhrMann hatwie viele andere

versucht, dasDorf vor feindlichenMilizen

zu verteidigen und ist dabei gestorben.

Auch ihren jüngsten Sohn hat sie verloren,

er ist kurz nach seinem erstenGeburtstag

gestorben. Allerdings an den Folgen des

Hungers. Zwei Kinder sind ihr geblieben.

Wie es ihr heute geht,was sie am

dringendsten braucht? „Einen Schulplatz

fürmeine Kinder“, ist die Antwort. Etwas

verwunderlich im erstenMoment,wennman

bedenkt, dass ihre Kinder hungern. Elizabeth

sagtweiter: „Meine Kinder hungern und ich

will, dass sie eine Zukunft haben! Eine

Schule verändert unser Leben.“

„Was kostet eine neue Schule?“ fragen

wir FatherDavid, Projektkoordinator, der vor

zwei Jahrenmit Spenden ausÖsterreich die

erste Schule eröffnet hat. Eine Schule, in der

auchwährend derRegenzeit unterrichtetwer-

den kann,weil sie aufBeton steht und nicht

schon nachwenigen Stunden im Schlamm

versinkt. „100.000 Euro“, antwortet er.

„Undwenn es diese Schule nicht gäbe?“,

fragenwir nach. „Dannwürdet Ihr hier nicht

1.000 Schülerinnen und Schüler sehen, son-

dern 1.000 Slumkinder“, sagt FatherDavid.

Eine Schule für 1.000Kinder kostet

100.000 Euro – eine Schule, die das

Leben vonKindern verändert, ihnen

eine Zukunft schenkt.

So können Sie helfen!

Kennwort:

Neue Schule Südsudan

Bankverbindung:

IBAN:AT47 2011 1890 8900 0000

BIC:GIBAATWWXXX

sos

Bitte helfen Sie!Mit Ihrem Zahlschein auf der SpenderInneninfo

können Sie helfen:Bitte SOS-Kennwort angeben.

Trotz desHungerswünschen sich viele Eltern

vor allem Schulbildung für ihre Kinder.

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