46
N P O - M A G A Z I N E
M E H R A L S N U R
S P E N D E N A KQ U I S E
„Ein Spendermagazin dient nicht aus-
schließlich der Spendenakquise, sondern
ist darüber hinaus auch der Return-on-In-
vestment für die Spender“, erklärt
Egger-&-Lerch-Agenturleiterin Andrea
Höbarth, die das Projekt
Caritas & Du
für
die Caritas Österreich seit über zehn Jahren
begleitet. Die Spender erhalten ein hochwer-
tiges Magazin, also Wertschätzung für ihre
gute Tat. Sie bekommen Informationen und
Hilfe bei der emotionalen Aufarbeitung von
Katastrophen und Nöten, für die gesammelt
wird.
Caritas & Du
erscheint fünfmal jährlich in bis
zu neun Mutationen, je nach Bundesland.
Warum einzelne Seiten in den unterschiedli-
chen Bundesländern verschieden aussehen,
erklärt Höbarth so: „Man ist damit näher
am Spender und seiner Region dran. Das
verstärkt die emotionale Bindung und
kommt nicht nur auf der Danke-Seite gut an,
sondern auch, weil regionale Projekte Platz
finden.“
F A C T S :
Kunde: Caritas Österreich
Erscheinung: 5 Mal jährlich
Auflage: 220.000 Exemplare,
bis zu neun Mutationen
Umfang: 8 bis 16 Seiten
Konzept und Umsetzung: Egger & Lerch
H O C HW E R T I G & KO S T E N G Ü N S T I G
Agenturen können NPOs in ihrer Arbeit effizient unterstützen,
gerade auch mit Blick auf knappe Budgets. Erreicht wird
dies durch an die Kundenbedürfnisse angepasste Lösungen,
wie beispielsweise Templates, die von den Organisationen
selbst befüllt werden. Diese Vorgehensweise kann helfen,
die Kosten im Rahmen zu halten. Eine gut organisierte
Zusammenarbeit ist ein weiterer Punkt. Günther Lutschinger:
„Viele Organisationen leisten sich nun auch Inhouse-Profis.
Davon profitiert die Zusammenarbeit mit den Agenturen:
Jedes gemeinsam produzierte Magazin bekommt so noch
mehr Qualität.“ ¶
J A Z U M J A H R E S B E R I C H T
Für NPOs werden Jahres- bzw. Tätigkeitsberichte
immer wichtiger. Günther Lutschinger, Geschäfts-
führer des Fundraising Verbands Österreich,
hofft, dass in Hinkunft möglichst viele Organi-
sationen ihre Aktivitäten darin offenlegen: „Ein
solcher Bericht trägt enorm zur Transparenz bei.
Diese ist man der Öffentlichkeit einfach schuldig,
wenn man Spenden und Förderungen erhält.“
Viele Organisationen sind steuerlich begünstigt
und können dies mit solchen Publikationen
legitimieren. Die wachsende Gruppe der kriti-
schen Spender liest nicht nur Magazine, sondern
auch Jahresberichte genau. Mitglieder, Förder-
stellen und Sponsoren werden ebenso informiert.
Darüber hinaus ergänzen Tätigkeitsberichte die
Pressearbeit.
Es spricht also alles dafür, sie – auch in Kleinauf-
lagen – so professionell wie möglich zu gestalten.
Für NPOs ergibt sich damit ein zusätzlicher
Grund, die Unterstützung von Corporate-Publishing-Agenturen zu suchen.
(C) FVA/Schedl
„Für die Vorstellung von
Spendenprojekten sind Magazine der
optimale Kommunikationskanal.“
Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Österreich
Spenderinfo.August 2015
P.b.b.,ErscheinungsortWien,Verlagspostamt 1170Wien,Nr. 297,August 2015, (02Z032455M),Foto:SebastianPhilipp
Südsudan
Ein ganzes
Land hungert
Nepal
RascheHilfe für
Erdbebenopfer
Jordanien
Nothilfeund
Bildung für
Flüchtlingskinder
108392_SPIN297_110.indd 1
08.07.15 12:34
8
Essen und Medizin
für Flüchtlingskinder
Überlebenshilfe.
250.000Kinder imSüdsudan sind vom
Hungertodbedroht.DieCaritas versorgtKinder in Flüchtlingslagern.
etwa in dieHauptstadt Juba geflohen,
undwohnen nun im Flüchtlingslager.
Lokalaugenschein
Flüchtlingslager Südsudan:
Rund 5.000Menschen leben imCamp,
das Flüchtlingshelferinnen derCaritas
Wien im Juni dieses Jahres besucht
haben. Jedes der Kinder hier leidet
schon zu langeHunger.
Mit 50 Euro sichern Sie einem
Flüchtlingskind Lebensmittel,
Trinkwasser,Medikamente und
den Schulbesuch für einenMonat.
So können Sie helfen!
Kennwort:
Grundversorgung Flüchtlingskinder
Bankverbindung:
IBAN:AT47 2011 1890 8900 0000
BIC:GIBAATWWXXX
Fotos: Sebastian Philipp
2011 hat sich der Südsudan vom nörd-
lichen Teil des Sudans getrennt undwurde
ein eigener Staat. In derGrenzregion und
in denGebieten der großenÖlreserven
tobt seitDezember 2013 einBürgerkrieg.
RivalisierendeClans kämpfen erbittert um
diewertvollenRessourcen.Wegen des
Bürgerkriegs sindmittlerweile zweiMillio-
nenMenschen geflüchtet. 1,5Millionen
davon sind innerhalb des Südsudans,
1,5Millionen
Menschen sind im
Südsudan auf der
Flucht, viele leben in
Flüchtlingslagern.
Jedes dritte Kind
unter fünf Jahren
ist unterernährt.
108392_SPIN297_110.indd 8
08.07.15 12:34
9
August 2015
Ein Schulplatz für
eine bessere Zukunft
Bildung.
In einer neu errichtetenSchule erhaltenKinder eine nahrhafte
Mahlzeit und können auchwährendderRegenzeit unterrichtetwerden.
Die 28-jährige Elizabeth lebt seit zwei
Jahren in einem Flüchtlingslager im
Südsudan. IhrMann hatwie viele andere
versucht, dasDorf vor feindlichenMilizen
zu verteidigen und ist dabei gestorben.
Auch ihren jüngsten Sohn hat sie verloren,
er ist kurz nach seinem erstenGeburtstag
gestorben. Allerdings an den Folgen des
Hungers. Zwei Kinder sind ihr geblieben.
Wie es ihr heute geht,was sie am
dringendsten braucht? „Einen Schulplatz
fürmeine Kinder“, ist die Antwort. Etwas
verwunderlich im erstenMoment,wennman
bedenkt, dass ihre Kinder hungern. Elizabeth
sagtweiter: „Meine Kinder hungern und ich
will, dass sie eine Zukunft haben! Eine
Schule verändert unser Leben.“
„Was kostet eine neue Schule?“ fragen
wir FatherDavid, Projektkoordinator, der vor
zwei Jahrenmit Spenden ausÖsterreich die
erste Schule eröffnet hat. Eine Schule, in der
auchwährend derRegenzeit unterrichtetwer-
den kann,weil sie aufBeton steht und nicht
schon nachwenigen Stunden im Schlamm
versinkt. „100.000 Euro“, antwortet er.
„Undwenn es diese Schule nicht gäbe?“,
fragenwir nach. „Dannwürdet Ihr hier nicht
1.000 Schülerinnen und Schüler sehen, son-
dern 1.000 Slumkinder“, sagt FatherDavid.
Eine Schule für 1.000Kinder kostet
100.000 Euro – eine Schule, die das
Leben vonKindern verändert, ihnen
eine Zukunft schenkt.
So können Sie helfen!
Kennwort:
Neue Schule Südsudan
Bankverbindung:
IBAN:AT47 2011 1890 8900 0000
BIC:GIBAATWWXXX
sos
Bitte helfen Sie!Mit Ihrem Zahlschein auf der SpenderInneninfo
können Sie helfen:Bitte SOS-Kennwort angeben.
Trotz desHungerswünschen sich viele Eltern
vor allem Schulbildung für ihre Kinder.
108392_SPIN297_110.indd 9
08.07.15 12:34
...




